Berlin: „Digitalzwang begegnen – wie analoge Teilhabe die Demokratie stärkt“
Eine Veranstaltung mit Dana Giesecke & Tobias Becker (Wohnzimmer der Gesellschaft) sowie Leena Simon (Digitalcourage).
Noch immer haben Millionen Menschen in Deutschland nur eingeschränkten Zugang zu digitalen Endgeräten und Diensten. Die Gründe dafür sind vielfältig: fehlende finanzielle Mittel, wenig Digitalkompetenz, gesundheitliche Einschränkungen, unzureichende Infrastruktur oder der bewusste Verzicht. Der sich abzeichnende Trend zu „Digital-Only“-Geschäftsmodellen wird diese Diskriminierung in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter verstärken. Digitale Ausgrenzung bedeutet jedoch nicht nur, bestimmte Services nicht nutzen zu können, sondern oftmals auch den Verlust gesellschaftlicher Mitbestimmung und eingeschränkte Teilhabe am öffentlichen Leben. Digitalcourage e.V. fordert den Bundestag auf, ein „Recht auf Leben ohne Digitalzwang” ins Grundgesetz aufzunehmen. Im Mai dieses Jahres reichte sie die von 70.111 Personen unterzeichnete Petition ein. Leena Simon berichtet über die Kampagne und erläutert, wer betroffen ist und warum ein Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang notwendig ist.
Dass Demokratie immer auch analog gelebt werden muss, findet auch FUTURZWEI. Mit ihrem Projekt „Wohnzimmer der Gesellschaft“ stärken sie analoge Vergemeinschaftungen und multifunktionale Begegnungsorte – als analoge Strategie gegen die Zerstörung des Sozialen und für eine Stärkung der Demokratie. Dana Giesecke und Tobias Becker berichten
Weitere Informationen:
topio.info/smarte_welt-daten-und-diskriminierung.html#digitalzwang