Anleitung zur Selbsthilfe

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass neue Ungeheuerlichkeiten offenbart werden, wie Geheimdienste und Großkonzerne sich intimste Informationen über uns zusammenstehlen. Und was macht unsere Politik? Wenn sie nicht gerade eigene Datensammelprojekte anstößt, trägt sie in keinster Weise zum Schutz unserer Privatsphäre bei. Dann müssen wir uns wohl oder übel selbst schützen. Die gute Nachricht ist: Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu schützen. Und nicht alle davon sind aufwändig oder kompliziert.

Grid imageDigitalcourage, CC BY SA 2.0

PC

Hier finden Sie Tipps zur Selbstverteidigung am eigenen Computer.

Mobil

Digitale Selbstverteidigung für unterwegs. Viele Tipps für Ihr Smartphone.

Firmen und Organisationen

Sie haben ein Unternehmen oder wirken in einer Organisation? Dann ist für Sie Digitale Selbstverteidigung besonders wichtig. Denn Sie stehen anderen Menschen gegenüber in besonderer Verantwortung.

Die wichtigsten Schritte...

Wer auf die gelben Dreiecke klickt, erfährt mehr.

E-Mails nicht im Browser

Verwalten Sie Ihre Mails nicht im Browser, sondern installieren Sie auf Ihrem Rechner ein E-Mail-Programm wie zum Beispiel Thunderbird. Damit schreiben Sie Ihre E-Mails zunächst einmal nur auf Ihrem eigenen Computer, ohne dass der Text Buchstabe für Buchstabe ins Internet übertragen wird. Erst beim Abschicken (oder Zwischenspeichern) verlässt die Nachricht Ihren Computer und geht ins Internet. Im besten Fall ist Sie dann verschlüsselt und niemand kann Sie lesen – außer dem Empfänger.

Vertrauenswürdige E-Mail-Anbieter

Benutzen Sie einen vertrauenswürdigen E-Mail-Anbieter, der die Richtlinie BSI TR-03108 umgesetzt hat. Bevorzugen Sie kleine, europäische Provider wie etwa posteo.de oder mailbox.org. Mehr dazu

E-Mails verschlüsseln

E-Mail-Verschlüsselung ist nicht mehr so kompliziert wie früher. Was sich dahinter verbirgt und wie Sie Ihre Mails verschlüsseln, zeigen wir hier.

Digitale Mündigkeit wahren

Sie schaffen es nicht, sich an alle Tipps zu halten? Macht nichts. Wichtig ist, dass Sie die Verantwortung für Ihr Verhalten übernehmen. Auch Online. Verantwortung tragen bedeutet nicht, immer alles richtig zu machen, sondern die richtigen Fragen zu stellen und sich mit den Konsequenzen des eigenen Handelns zu konfrontieren. Machen Sie sich stets bewusst, wie viel Ihnen nicht bewusst ist und verhalten Sie sich entsprechend. Mehr dazu

Ohne Facebook & WhatsApp leben

Auch Threema ist nicht wirklich eine Alternative. Benutzen Sie lieber freie dezentrale Dienste wie XMPP oder (eingeschränkt empfehlbar) Signal. Es gibt viele Alternativen. Wenn ihre Freunde dort nicht sind, überzeugen Sie sie. Das klappt immer besser. Weitere Informationen zu Alternativen zu Whatsapp und co

Alternative Suchmaschinen

Es gibt nicht nur Google. Viele andere Suchmaschinen, gehen mit Ihren Daten umsichtiger um. Dazu gehören Startpage.com, duckduckgo.com, metager.de oder yandex.com. Diese können Sie auch in Ihrem Handybrowser als Standard setzen. Mehr dazu

Openstreetmap statt Google Maps

Statt auf Google Maps können Sie sich auf OpenStreetMap orientieren. Z.B. mit der freien App OsmAnd. Mehr dazu

Sichere Passwörter

Mehr als 14 verschiedene Zeichen, für jeden Account ein Anderes, keine Namen und Passwortverwaltung. Das sind nur einige von vielen Tipps, die Sie beachten sollten. Wir haben alle zusammengestellt. Mehr dazu

Cookies deaktivieren

Cookies ganz zu deaktivieren, ist empfehlenswert, aber müßig, da Cookies auch für Dienste genutzt werden, die nützlich sind. In jedem Fall sollten Sie "Cookies von Drittanbietern" blockieren. Die nutzen nur den Datenkraken. Ein Kompromiss aus Komfort und Datenschutz ist, den Brwoser so einzustellen, dass er die Cookies nach jeder "Session" löscht.  Mehr dazu

Smartphone befreien

Benutzen Sie freie Apps aus dem App-Store von F-Droid und durchstöbern Sie unsere Empfehlungen freier Apps. Oder gehen Sie einen Schritt weiter und installieren ein freies Betriebssystem auf Ihrem Smartphone.

Unsere Arbeit lebt von Ihrer Unterstützung

Wir freuen uns über Spenden und neue Mitglieder.

Einbruch in den inneren Garten

Würden Sie Ihre Post, die Rechnungen wie die Liebesbriefe, jedem im Internet zur Verfügung stellen?

Viele Menschen befällt ein Gefühl des Ekels, wenn in ihre Wohnung eingebrochen wird. Vollkommen zu Recht. Ein Einbruch in unsere digitale Privatsphäre und intimsten Gedanken ist nicht unmittelbar wahrnehmbar und wird somit eher verdrängt. Gegen das Gefühl der Ohnmacht können Sie etwas tun. Wie, erfahren Sie auf dieser Seite.

Unseren Flyer zur Aktion können Sie in unserem Shop bestellen oder herunterladen und selbst drucken. Wir aktualisieren diese Seite laufend, aber hin und wieder kann sich auch eine veraltete Information einschleichen. Schauen Sie einfach regelmäßig vorbei und beachten Sie unsere Hinweise zu Änderungen und Veröffentlichungsdatum. Wir sind natürlich dankbar über jeden Tipp.

Jüngste Blogartikel zur Digitalen Selbstverteidigung

Digitale Selbstverteidigung: Vortrags- und Workshop-Reihe im IBZ

Warum ist Datenschutz eigentlich wichtig? Wie richte ich meinen Browser so ein, dass ich möglichst wenig Spuren im Netz hinterlasse? Und welche Alternativen zu populären Diensten wie WhatsApp, Google Maps und Co gibt es eigentlich? Diese und weitere Fragen beantworten Referent.innen von Digitalcourage in einer Vortrags- und Workshopreihe zur digitalen Selbstverteidigung ab dem 12. September im IBZ in Bielefeld.

Twitter behinderte Aktionstag #SaveYourInternet

Offenbar blockierte Twitter zeitweise Nachrichten, die einen Link auf eine Aktionsseite zum "Copyright Action Day" enthalten. Twitter handelt intransparent – Gründe für die Blockierung wurden uns nicht mitgeteilt. Wir wollen Antworten. Und wir stellen einmal mehr fest, dass Twitter für politische Arbeit problematisch ist.

Modern myth: Nothing to hide?

Anyone who is concerned with surveillance will hear this statement over and over again. Though dangerous and false, it is very persistent. And we are fed up with it. Ten points against the notion that you have “nothing to hide”.

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