Google, Facebook & Co.

Immer mehr Unternehmen schnüffeln uns aus

Suchmaschinen, soziale Netzwerke und andere „Gratis“-Dienste sammeln rund um die Uhr persönliche Daten. Daraus erstellen sie Verhaltensprofile, mit denen sie Profit machen: Die Daten werden verkauft an Versicherungen oder Werbeunternehmen. Auf diese Weise verletzten Datenkraken  an vielen Stellen unsere Persönlichkeitsrechte, in dem sie ohne Zustimmung Daten auswerten, weiterverkaufen oder auch an Geheimdienste weiterleiten. Sie rauben uns die Kontrolle über unsere Daten und schränken die freie Kommunikation im Internet ein. Sie gehen sogar soweit, dass sie behaupten zu wissen, was wir brauchen, fühlen und denken. Einige Datenkraken verdienen ihr Geld mit der Bewertung von Menschen. Dieses Vorgehen wird „Scoring“ genannt. Wer zum Beispiel im „richtigen“ Stadtteil lebt, bekommt eine Ware auf Rechnung. Eine andere Person nicht. Auch Google ist nicht neutral und zeigt personalisierte Suchergebnisse an. Datenkraken behandeln Menschen nicht gleichwertig und diskriminieren sie. Darum klärt Digitalcourage über Datenkraken auf. An besonders bissige Exemplare verleihen wir jährlich die BigBrotherAwards.

Grid imageMatthias Hornung

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Facebook – eine Grundsatzentscheidung

Jede Organisation steht vor der Entscheidung: „Wollen wir Facebook nutzen oder nicht?“ Facebook bedeutet eine vermeintlich größere Reichweite, vor allem aber Auslieferung vieler Daten. Wir haben eine Grundsatzentscheidung getroffen, die auch Ihnen helfen kann.

Blogartikel

BigBrotherAwards für Datenkraken

Preisträger 2018: Amazon, für Alexa

Grid imagepadeluun
Amazon erhielt 2018 den BigBrotherAward in der Kategorie „Verbraucherschutz“ für ihren Sprachassistenten Alexa.

Preisträger 2015: Amazon Mechanical Turk und Upwork (vormals Elance-oDesk)

Grid imageDominik Müller, Koblenz

Der BigBrotherAward 2015 in der Kategorie „Wirtschaft“ ging an die Crowdworking-Plattformen Amazon Mechanical Turk und Upwork (vormals Elance-oDesk) für die Einführung des digitalen Tagelöhnertums mit Arbeitsbedingungen wie in den Anfängen der Industrialisierung plus elektronische Komplettüberwachung – alles natürlich komplett „freiwillig“. Die Laudatio hielt Rena Tangens.

Preisträger 2016: Generali Versicherung

Grid imageChristiaan Colen

In der Kategorie „Verbraucherschutz“ erhielt den BigBrotherAward 2016 die Generali-Versicherung für ihr Punktesystem. Die Laudatio hielt padeluun.

Preisträger 2018: Microsoft Deutschland

Grid imageMicrosoft Corporation; Montage: Digitalcourage

Microsoft Deutschland erhielt 2018 den BigBrotherAward in der Kategorie „Technik“ für die kaum deaktivierbare Telemetrie (das ist die Übermittlung von Diagnose-Daten) in „Windows 10“.

Preisträger 2013: Google Inc.

Grid imagePatrick Barry

Den BigBrotherAward 2013 in der Kategorie Globales Datensammeln erhielt Google Inc. Die Laudatio hielten Rena Tangens und padeluun.

Preisträger 2012: Brita GmbH

Grid imageHaijme Nakano

Der BigBrotherAward in der Kategorie „Wirtschaft“ ging 2012 an die Brita GmbH für ihr System schoolwater. Die Laudatio hielt padeluun.

Preisträger 2017: Bitkom

Grid imageCollage von Digitalcourage

Bitkom erhielt 2017 den BigBrotherAward in der Kategorie „Wirtschaft“ für unkritische Promoten von Big Data und penetranter Lobbyarbeit. Die Laudatio hielt Rena Tangens.

Preisträger 2012: Cloud

Grid imageLeena Simon

Der BigBrotherAward 2012 in der Kategorie „Kommunikation“ ging an die Cloud als Trend, den Nutzerinnen und Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zu entziehen. Laudatio von Rena Tangens.

Preisträger 2011: Facebook

Grid imageAlexander Klaus

Der BigBrotherAward 2011 in der Kategorie „Kommunikation“ ging an die Facebook Deutschland GmbH.  Laudatio von Rena Tangens.