Alternative Clouds

SecureSafe und Wuala sind Cloud-Speicher. Die Server von Wuala stehen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland, die von SecureSafe ausschließlich in der Schweiz. Beide sind sowohl als Browseranwendung als auch als App erhältlich, bei Wuala gibt es zusätzlich eine Desktop-Anwendung. Bei beiden Clouds werden die Daten direkt auf dem Computer verschlüsselt und redundant auf den jeweiligen Servern gespeichert, das heißt selbst nach einem Serverausfall können die Daten rekonstruiert werden. Auch der Datentransfer erfolgt über eine gesicherte Verbindung.
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Symbolbild (Grafik): Eine Wolke bestehend aus ganz vielen Kreisen.

Hinweis: Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert. Alle wichtigen Informationen und Updates finden Sie in unserem Hauptartikel „Alles in die Cloud?“

Alternative Clouds

SecureSafe und Wuala sind Cloud-Speicher. Die Server von Wuala stehen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland, die von SecureSafe ausschließlich in der Schweiz. Beide sind sowohl als Browseranwendung als auch als App erhältlich, bei Wuala gibt es zusätzlich eine Desktop-Anwendung. Bei beiden Clouds werden die Daten direkt auf dem Computer verschlüsselt und redundant auf den jeweiligen Servern gespeichert, das heißt selbst nach einem Serverausfall können die Daten rekonstruiert werden. Auch der Datentransfer erfolgt über eine gesicherte Verbindung.

Bei der Nutzung von Wuala gibt es einige Schwachstellen, die SecureSafe nicht hat. Grundsätzlich übernehmen wir jedoch keine Gewähr für die hier vorgestellten Anwendungen und Dienste.

Warum Sie Ihr Passwort nicht vergessen sollten

Bei beiden Clouds wird Ihr Passwort niemals zwischengespeichert, es ist weder Wuala noch SecureSafe bekannt. Aus Ihrem Passwort wird ein Schlüssel erstellt, mit dem wiederum die Liste der Dateischlüssel verschlüsselt wird. Diese Schlüsselliste wird auf den jeweiligen Servern hinterlegt. Sollten Sie Ihr Passwort also jemals vergessen, kann es nicht wieder hergestellt werden. Sie haben dann keinen Zugriff mehr auf die gespeicherten Daten und können diese auch nicht mehr entschlüsseln. Wuala löst dieses Problem über eine Passwortmerkhilfe in Form einer Frage, bei SecureSafe können Sie bei der Anmeldung oder später einen Wiederherstellungscode erstellen und ausdrucken.

Gute Verschlüsselung ist nicht einfach

Verschlüsselung bei Wuala

Bei Wuala wird jede Datei mit einem jeweils aus dem Hash des Dateiinhalts abgeleitetem Schlüssel verschlüsselt, es erfolgt eine sogenannte accountübergreifende Deduplizierung. Das Problem ist diese Deduplizierung. Da die Verschlüsselung der Dateien aus dem Hash des Dateiinhaltes abgeleitet wird, ergeben identische Dateien verschlüsselt das gleiche Ergebnis – unabhängig vom Nutzer. Das hat zwei unerfreuliche Folgen:

  •  Bei öffentlichen oder im Internet verbreiteten Dokumenten kann letztendlich ein Dritter herausfinden, ob Sie eine bestimmte, unveränderte Datei gespeichert haben. Dazu muss der Dritte lediglich im Besitz der entsprechenden Datei sein und diese anhand des Dateiinhaltes verschlüsseln. Mit dem Schlüssel kann er dann Ihre Datei entschlüsseln – vorausgesetzt er hat Zugriff auf die Wuala-Server. Besitzen zum Beispiel Alice und Bob ein identisches politisches Dokument und Alice speichert dieses verschlüsselt in Wuala, kann Bob durch die Verschlüsselung seines Dokuments herausfinden, ob Alice dieses ebenfalls besitzt, wenn er Zugriff auf den Wuala-Server hat.
  • Geben Sie hingegen private – also individuelle – Dateien an jemanden weiter und diese Person speichert seine Daten ebenfalls in Wuala, kann ein Dritter feststellen, dass Sie miteinander in Verbindung stehen. Die verschlüsselte Datei kann dabei natürlich nicht eingesehen werden. Schreibt Alice also einen brisanten Artikel, speichert ihn bei Wuala und gibt diesen an Bob weiter, welcher ihn ebenfalls zufällig bei Wuala speichert, kann ein Dritter zwischen den Beiden eine Verbindung herstellen. Letztendlich sicher ist Wuala also nur, wenn Sie ausschließlich private, individuelle Dateien speichern und diese auch nicht an Dritte weitergeben. Alternativ können Sie Ihre Dateien bereits auf Ihrem Computer vor dem Hochladen mit einem anderen Programm verschlüsseln.

Verschlüsselung bei SecureSafe

SecureSafe nutzt dagegen ein mehrstufiges Verschlüsselungsverfahren. Zusätzlich zum „Passwort-Schlüssel“ erhält jeder Nutzer ein vom Server generiertes Schlüsselpaar, welches aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel besteht. Der öffentliche Schlüssel wird unverschlüsselt gespeichert, der private Schlüssel wird wiederum mit dem beim Login erzeugten Schlüssel verschlüsselt gespeichert. Anschließend wird ein – für jeden Nutzer einzigartiger – Schlüssel erstellt, welcher wiederum mit dem privaten Schlüssel verschlüsselt gespeichert wird. Mit diesem „Masterkey“ werden die Dokumente und Passwörter verschlüsselt gespeichert. Zusätzlich werden die Dokumente und Passwörter vorher aber noch mit einem einzigartigen, symmetrischen Schlüssel verschlüsselt. Der Dokumentenschlüssel ist einzigartig, es erfolgt also keine Deduplizierung wie bei Wuala. Eine Verbindung zwischen einzelnen Nutzern kann also nicht hergestellt werden und es kann auch nicht festgestellt werden kann, ob Sie eine bestimmte öffentliche Datei gespeichert haben.

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Features von Wuala

Desktop-Anwendung

Neben dem einfachen Speichern von Dateien bietet Wuala zusätzlich bei Benutzung der Desktop-Anwendung die Möglichkeit, Synchronisations- und Backup-Ordner bzw. Dokumente anzulegen. Bei den Synchronisationsdateien werden die Änderungen an dieser Datei automatisch in der Cloud gespeichert, die alte Fassung wandert in den Papierkorb der Cloud und wird dort gespeichert. Im Unterschied dazu werden bei den Backup-Dateien natürlich alle Versionen im jeweiligen Ordner gespeichert.

Dateien-Sharing

Die Dateien, die in Wuala gespeichert werden, können an Freunde und Kollegen freigegeben oder öffentlich gemacht werden. Das ist für jeden Ordner (oder jedes Dokument) einzeln einstellbar. Wenn die betreffenden Personen keinen Wuala-Account haben, reicht dafür das Versenden eines Weblinks.

App

Wuala ist ebenfalls als App für das Smartphone oder das Pad erhältlich. Auch hier können Sie die Dateien bearbeiten, indem Sie sie in einer anderen App öffnen. Leider lassen sich die Dateien aber nicht direkt aus der jeweiligen App in die Wuala-Cloud hochladen. Da bleibt nur eine E-Mail an sich selbst. Die ersten fünf Gigabyte sind kostenfrei. Die Anwendung ist einfach und erklärt sich praktisch von selbst – oder auf der Homepage.

Features von SecureSafe

Passwortspeicher

SecureSafe bietet in der kostenfreien Version neben 10 MB Datenspeicher die Möglichkeit, 50 Passwörter zu speichern. Man kann sich also für jeden Kundenaccount ein individuelles, sicheres Passwort anlegen, anstatt ein Generalpasswort zu verwenden. Aus der App lassen sich die Passwörter anhand eines Buttons kopieren und anschließend ins Anmeldeformular einfügen.

App

Über die App lassen sich die Dokumente in einer anderen App zur Bearbeitung öffnen. Im Vergleich zu Wuala bietet SecureSafe hier einen erheblichen Vorteil bei der Appnutzung. Jeder Nutzer erhält für seinen Account eine E-Mail-Adresse. Dadurch lassen sich am Smartphone oder Pad veränderte Dateien an die Cloud weiterleiten und dort speichern. Außerdem gibt es eine Dateiuploadfunktion über die Kamera des Gerätes.

SMS beim Login

Wem das Login-Verfahren nur anhand eines Passwortes nicht sicher genug ist, kann kostenpflichtig die SMS-Authentifizierung dazu buchen, bei der zusätzlich ein Code einzugeben ist, den man vorher per SMS erhalten hat. Dieses Feature kostet 1,20 € im Monat. Dafür erhöht sich Ihr Speicherplatz für Dokumente auf 100 MB und die Anzahl der Passwörter ist unbeschränkt.

Datenvererbung

Ein weiteres, sehr nützliches Feature ist übrigens die Datenvererbungsfunktion. Das bietet nach meinem Kenntnisstand kein anderer Anbieter. Sie haben die Möglichkeit, die Kontaktdaten ausgewählter Personen zu hinterlegen, die im Fall des Falles (Unfall oder Tod) Zugriff auf – vorher ausgewählte – Dateien erhalten sollen. Dazu erstellen Sie einen Aktivierungscode, den die berechtigte Person bekommt. Mehr über SecureSafe gibt es hier.

Weitere Cloud-Speicher

In dieser Studie erfahren Sie mehr über CloudMe, CrashPlan, Dropbox, Mozy, TeamDrive und Ubuntu One.

Vielen Dank an Sandra Böhm für diese Anleitung