digitalcourage.social

Moderationsphilosophie

Unsere Moderationsregeln richten sich nicht zuerst an die Nutzer.innen, sondern an uns selbst. Sie sollen zeigen, nach welchen Prinzipien wir eingreifen, entscheiden und Verantwortung übernehmen.
  1. Wir würdigen und prüfen jede Meldung. Bei Meldungen von anderen Instanzen sehen wir nicht, wer meldet. Deshalb können wir in solchen Fällen mit den Meldenden keinen Kontakt aufnehmen.

  2. Wir setzen bei der Moderation vor allem auf Dialog. Das bedeutet, dass wir zunächst versuchen, Probleme durch einen Kanalwechsel (z. B. E-Mail oder Telefon) und direkte Ansprache zu lösen. Das benötigt in der Regel mehr Zeit, da wir uns nicht nur untereinander im Team absprechen müssen, sondern auch den involvierten Personen Zeit für eine Antwort einräumen müssen.

  3. Wahrheit braucht Schutzräume. Deswegen werden wir nicht laut und teilen öffentlich keine Details über einzelne Konflikte.

  4. Persönliche Angriffe und Beleidigungen gehören für uns nicht zu einem konstruktiven Diskurs.
    Meinungsverschiedenheiten moderieren wir nicht. Wir greifen nur ein, wenn Personen mit besonderem Schutzbedarf betroffen sind, oder die Atmosphäre auch für Unbeteiligte belastend wird. In solchen Fällen bitten wir darum, zusätzlich zur Meldefunktion eine DM an @freiheit@digitalcourage.social zu schicken.
    Wer von unserem Server aus Beleidigungen oder persönliche Angriffe verbreitet, sollte damit rechnen, von uns kontaktiert zu werden. Wir wollen nicht autoritär moderieren, aber auch nicht laissez-faire walten lassen.

  5. Menschen sollen die Netze nutzen, um miteinander zu diskutieren – und sich zu vertragen. Wir möchten, dass Menschen das auf unserer Plattform üben können. Wir möchten dabei nicht zu Statthalter.innen ihrer Konflikte gemacht werden.

  6. Es gibt Inhalte, die auf unserer Plattform nichts zu suchen haben, und gegen die wir bei Eindeutigkeit direkt vorgehen. Dazu gehört natürlich alles, das gegen geltendes Recht verstößt, aber auch Diskriminierungen wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und alles aus dem Bereich „Schlechte Kinderstube“ wie zum Beispiel Spam und Trollereien.

  7. Wir sind nicht das Wahrheitsministerium. Der Wahrheitsgehalt einer Aussage hat häufig auch mit dem jeweiligen Standpunkt einer Person zu tun. Es steht uns in der Regel nicht zu, hier Entscheidungen zu fällen. Sofern Sie eine Lüge oder Unwahrheit ausmachen, bitten wir dies, im Dialog zu klären. Bei gezielter und struktureller Desinformation behalten wir uns allerdings vor, einzugreifen.

  8. Als Instanzbetreiber haben wir bestimmte Moderationswerkzeuge zur Verfügung, die uns viel Macht verleihen. Wir gehen extrem zurückhaltend damit um. Vor allem übernehmen WIR die Verantwortung, wie wir damit umgehen, und lassen uns von Dritten nicht drängen, zu einem bestimmten Zeitpunkt „in die Werkzeugkiste“ zu greifen.

  9. Das Sperren eines Accounts kommt einem sozialen Ausschluss gleich. Wir gehen mit dieser Option entsprechend vorsichtig um. Freier Diskurs und persönliches Wachstum sind nur möglich, wenn man auch getrost mal einen Fehler machen kann. Wer zum Dialog bereit ist und Einsicht zeigt, wird von uns in der Regel nicht sanktioniert.

  10. Zum Löschen von Inhalten haben wir ein zwiegespaltenes Verhältnis. Denn auch bei Inhalten, die wir nicht ok finden, wäre es wichtig, eine Nachvollziehbarkeit aufrecht zu erhalten, damit Menschen sich selbst ein Bild machen können. Diese würde durch das Löschen zerstört.
    Oft bietet es sich an, die Bearbeiten-Funktion zu nutzen. So können Inhalte entfernt werden, bleiben im sichtbaren Verlauf aber für alle nachvollziehbar.