Für FachsimplerInnen und Leute, die es genauer wissen wollen, haben wir hier technische Spezifikationen zusammen getragen – und dabei auch versucht, verständlich zu bleiben. Für ausführliche Informationen gibt es das FAQ oder die technischen Gegenmaßnahmen

Einige einfache Erklärungen hält auch die RFID-Drucker-Geräte-Firma bereit.

Technische Standards von RFID

  • ISO 14443: Die Chips dieser Norm senden auf der Frequenz von 13,56 MHz. Sie werden z.B. im Handel und in Büchereien, WM-Tickets und Ausweisen verwendet. Der Leseabstand beträgt 10–15 cm. In einzelnen Quellen haben wir auch schon 1,50 m Leseabstand gefunden, wenn die Antennen besonders hoch geregelt werden. Ob das aber stimmt, konnten wir noch nicht verifizieren. Die Frequenz kann man auf einem handelsüblichen Weltempfänger einstellen und so Lesegeräte finden – der Weltempfänger empfängt dann Störgeräusche ähnlich, als wenn man ein Handy neben einen Lautsprecher hält.
  • ISO 11784: Die Chips dieser Norm senden auf der Frequenz 134,2 kHz und werden in der Tierkennzeichnung (Nutz- und Haustiere) eingesetzt. Festgelegt wird in der Norm eine 15-stellige Code-Struktur. Der Lese-Abstand beträgt maximal 18 cm.
  • ISO 11785: Diese Norm bezeichnet die einheitlichen lesetechnischen Funktionen für ISO 11784.

Kein Grund zur Sorge?

Die RFID-Lobby sagt:

"Wissen Sie, wie viele Daten wir zusammentragen würden, wenn wir Bewegungsprofile per RFID erstellen? Wer soll das denn alles verarbeiten?"

Gegenfrage:

"Kennen Sie Google?" Als ob die Verarbeitung von Massendaten ein Problem wäre.

Deshalb: Sie können gegen RFID aktiv werden. Wir haben [Positionen] und [Forderungen] aufgestellt.

Technische Probleme

Zur Zeit sind die Probleme von Flüssigkeiten und Metall noch nicht gelöst. Beides verhindert das fehlerfreie Auslesen von RFID. Deshalb funktioniert die Vision der Industrie noch nicht, mit einem gefüllten Einkaufswagen einfach durch ein Leseschranke zu fahren. In den Proberegalen des Future-Store der Metro AG stehen immer nur wenige Shampoo-Flaschen hintereinander, mehr schaffen die Lesegeräte offensichtlich noch nicht reibungslos. Deshalb helfen auch Metallhüllen gegen unerwünschtes Auslesen.

Gefahr noch nicht gebannt

Und bevor Sie jetzt meinen, "Dann ist doch die ganze Gefahr durch RFID gebannt, wenn ich nur meine verwanzten Ausweise in eine Metallhülle packe": Das setzt natürlich voraus, dass Sie wissen, welche Gegenstände, die Sie bei sich tragen, einen RFID-Chip enthalten. Und bei Chips im Jackenärmel oder in der Schuhsohle ist das mit der Metallhülle so eine Sache.

Metallhüllen für Kundenkarten, die Bahncard100 oder Ausweise bekommen Sie in unserem Shop. Alle Gewinne aus dem Shop kommen direkt unserer Arbeit zu Gute.

Veröffentlicht am 28.12.2006

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