Grid imageWolfgang Wolman, CC BY SA 2.0

Draußen unterwegs im Dezember. Tiefschnee knirscht unter den Füßen. Die Landschaft hat sich bis zum Horizont in sanfte, weiße Formen gehüllt, nur noch vereinzelt ragen Landmarken hervor. Ohne diese praktische Karten-App und die GPS-Funktion auf dem Handy wäre eine Orientierung schon längst unmöglich. Kein realistisches Szenario in Zeiten des Klimawandels? Vielleicht, aber auch im frühwinterlichen Schmuddelwetter ist es gut, eine Karte im Internet zu haben, die ein echtes Geschenk ist – und kein fauler Deal, bei dem man die Nutzung durch Preisgabe der eigenen Daten bezahlt.

OpenStreetMap (OSM) ist nicht nur eine kostenlose und quelloffene Alternative zu Google, sondern in vielen Bereichen deutlich präziser. Durch die Mitarbeit aktiver Nutzer.innen weltweit werden die Karten ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Alle, die etwas beitragen wollen, können Informationen, Objekte und Punkte auf den Karten eintragen.
Sie erledigen Ihre Weihnachtseinkäufe im Einzelhandel? Sehr gut!
Viele große und kleine Geschäfte sind auf OpenStreetMap zu finden. Über die Objektabfrage erfahren Sie beispielsweise Öffnungszeiten. Ihr Lieblingsladen ist nicht dabei? Tragen Sie ihn selbst ein, mit Hilfe der Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Im Gegensatz zum Angebot von Google sind die OSM-Karten nicht nur kostenlos nutzbar, sondern frei. Das heißt, sowohl die Karten, als auch die dazugehörigen Geodaten gehören der Allgemeinheit, sie dürfen privat und kommerziell weiterverwendet und -verarbeitet werden. Deshalb wächst die Anzahl an Diensten, die auf OpenStreetMap aufbauen. Routenplanung mit dem Fahrrad oder Auto, Einbinden von Karten auf der eigenen Website und vieles mehr ist ganz einfach möglich.

Auch fürs Smartphone
Damit noch nicht genug, auf OSM aufbauende Dienste gibt es auch für unterwegs. Das beste Weihnachtsgeschenk für alle: das Kartenmaterial ist sogar offline nutzbar.

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Veröffentlicht am 08.12.2018

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