Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein offener, bundesweiter Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, der sich seit Ende 2005 gegen die ausufernde Überwachung im Allgemeinen und gegen die Vollprotokollierung der Telekommunikation und anderer Verhaltensdaten (Verfolgungsprofile) im Besonderen einsetzt.

Er ist die zentrale Anlaufstelle für den Widerstand gegen die Vorratsdatenspeicherung und bringt jährlich tausende von Menschen auf die Straße, die bei den "Freiheit statt Angst"-Demonstrationen gegen Massenüberwachung protestieren.
Der AK Vorrat besteht aus Grundrechtlern, Datenschützerinnen und Internetnutzer.innen wie auch Verbänden, Organisationen und Initiativen und engagiert sich für mehr Datenschutz, für das Recht auf Privatheit, für unbeobachtete Kommunikation und für den Respekt vor der Menschenwürde. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung steht dabei besonders im Vordergrund. Außerdem geht er gegen die anlasslose Speicherung persönlicher Daten vor.

Der AK Vorrat hat keine feste Struktur. Jede und jeder kann mitmachen, und sich in die Haupt-Mailingliste oder in eine der vielen Unterlisten eintragen. In einem Wiki finden sich die gemeinsam beschlossenen Regeln und Hilfen. Alles dort darf genutzt werden, wenn es der Freiheit dient.
Innerhalb des AK Vorrat gibt es Ortsgruppen und Themengruppen, die sich zum Beispiel mit Fragen zu Zensur oder eHealth beschäftigen.

Bei verschiedensten Veranstaltungen informieren Aktive des AK Vorrat durch Vorträge, Informationsmaterial und Kunstaktionen. Organisiert werden nicht nur friedliche Proteste und Lobby-Arbeit, sondern der AK Vorrat legt auch, wenn erforderlich, Verfassungsbeschwerde ein. Eine der mit 35.000 Beschwerdeführenden größten Verfassungsbeschwerden richtete sich gegen das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. Das Gericht erklärte in seinem Urteilsspruch die Vorratsdatenspeicherung für grundgesetzwidrig und nichtig.
Politisch ist der AK Vorrat unabhängig, agiert überparteilich und arbeitet international mit vergleichbaren Initiativen und Vereinigungen zusammen. Die meiste unserer Arbeit zum Thema Vorratsdatenspeicherung passiert im AK Vorrat.

Bild: Frans Valenta


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Veröffentlicht am 09.04.2015

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