Rena Tangens von Digitalcourage wird am 1. März beim Philosophischen Aschermittwoch mit anderen Expert.innen die Fragen diskutieren: „Ist die Privatsphäre ein Auslaufmodell?“

Unsere Aktivitäten im Internet generieren unzählige Informationen über unsere Interessen und unser Leben. Manche Informationen geben wir bewusst und absichtlich preis, etwa wenn wir unsere Meinung zum neuesten politischen Geschehen twittern oder unsere neuesten Urlaubsfotos öffentlich auf Facebook posten. Andere Informationen werden dagegen oft unwissentlich hinterlassen, zum Beispiel Informationen über eingegebene Suchbegriffe auf Google. Die Frage ist, was das für die Zukunft unserer Privatsphäre und Intimität bedeutet. Wie hat sich unser Verständnis von Privatheit durch das Internet verändert? Sind diese Veränderungen bedenklich oder bedauerlich? Oder bietet das Ende der Privatheit, wie wir sie aus dem Zeitalter vor dem Internet kennen, vielleicht auch seine Vorzüge und Chancen? Diese und ähnliche Fragen sind Gegenstand der Podiumsdiskussion am Zentrum für interdisziplinäre Forschung. Es diskutieren:
Prof. Dr. Christoph Gusy (Rechtswissenschaft, Universität Bielefeld)
Christian Heller (Autor des Buchs "Post-Privacy")
Rena Tangens (Digitalcourage / BigBrotherAwards Deutschland)
Prof. Dr. Anne Siegetsleitner (Philosophie, Universität Innsbruck)

Rena Tangens setzt sich seit 1987 als Mitbegründerin des Vereins Digitalcourage für den Schutz der Privatsphäre ein. 2015 bekam sie von der Deutsche Stiftung Verbraucherschutz die Auszeichnung „Persönlichkeit des Verbraucherschutzes 2015“ verliehen.

Zur Veranstaltung: https://www.uni-bielefeld.de/philosophie/verein/aschermittwoch.html

Bild: geralt/pixabay.com CC0