Quantified Self oder Selbstvermessung ist ein neuer Trend, der einige Risiken bergen kann. Den Blutdruck direkt aufs Handy, das tägliche Laufpensum direkt ins Internet hochladen. Einige Menschen vermessen ihre Körperfunktionen fast minutengenau und lassen diese dann auswerten.

Mehr als Spielerei? Auf jeden Fall birgt solch eine Auswertungen Risiken. Denn ganz abgesehen davon, dass aus Korrelationen Scheinkausalitäten abgeleitet werden können, wecken große Datenberge auch das Interesse und die Begehrlichkeiten der Firmen.

Rena Tangens hat im Interview mit dem RBB auf diese Gefahren hingewiesen. In einer längeren Podiumsdiskussion Ende Oktober fand das Thema auch eine diskussionsfreudige Runde. Dabei ging es nicht nur um das Quantified Self, sondern auch um das so genannte „Internet der Dinge“. Zum Nachhören gibt es diesen Beitrag jetzt bei DRadio Wissen.

Eine viel gefürchtete Nebenwirkung der täglichen Selbstvermessung dringt übrigens langsam wirklich in den Alltag: Die Aufhebung des Solidaritätsprinzips. Wie das aussehen kann, wenn die Risiken des Lebens plötzlich individualisiert werden, statt solidarisch versichert zu werden, hat Kai Biermann in der ZEIT am Beispiel der Autoversicherung recherchiert.

(Bild: thomaswanhoff cc-by-sa 2.0)

Veröffentlicht am 16.12.2013

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