Wir von Digitalcourage freuen uns über die Kooperation mit der Initiative Do-FOSS. Do-FOSS setzt sich unter anderem mit der Free Software Foundation Europe (fsfe), der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) und der Open Source Business Alliance (OSB) für die Nutzung von freier Software in Dortmund ein.

Unfreie Software als Problem

Unfreie, also „proprietäre“ Software ist ein Problem, weil:

  • Nutzer.innen den Herstellerfirmen blind vertrauen müssen. Es ist unmöglich nachzuvollziehen, was die Software genau macht. Es ist letztlich nie klar, ob die Software beispielsweise nicht doch Daten von Nutzer.innen weitergibt.

  • Produkte einer Firma oftmals ausschließlich mit der Hardware oder Software der Firma funktionieren – eine wirklich freie Wahl gibt es nicht.

  • Oft inkompatible Dateiformate eingesetzt werden.

  • Hersteller, die eine Monopolstellung einnehmen, einfach die Preise diktieren können.

  • Nutzer.innen gezwungen werden immer neue Updates zu kaufen. Neue Dateien können oft mit älteren Programmen nicht mehr bearbeitet werden.

  • Anwendungen, die „in der Cloud“ gemietet werden, überhaupt keine Kontrolle ermöglichen. Die Daten liegen im Ausland, der Dateiaustausch ist schwer möglich und die Nutzer.innen sind voll und ganz den Datenkraken ausgeliefert.

Freie Software ist ein Gewinn für alle

Freie Software ist nicht Eigentum eines Herstellers, sondern ein Gemeingut. Dadurch ist freie Software kostenlos nutzbar und transparent: Jede.r Entwickler.in kann den Quelltext ansehen und verändern. Dadurch werden Fehler und Sicherheitslücken schneller bekannt und geschlossen und Monopolstellungen von einzelnen Herstellern verhindert. Die Anforderungen und Interessen der Nutzer.innen werden so eher wahrgenommen, als wenn Hersteller aus Profitgier bestimmte Funktionen nur in teureren Versionen anbieten.

Die Entwicklung von freier Software kommt allen Menschen zu gute – selbst wenn sie nicht an der Entwicklung beteiligt waren.

Offene Standards fördern

Wenn Programme untereinander nicht kompatibel sind zwingt das Anwender.innen, nur Produkte eines einzelnen Herstellers zu nutzen. Offene Standards, die jede.r nachvollziehen und in eigene Software einbauen kann garantieren, dass Daten direkt und reibungslos ausgetauscht werden können – ganz ohne große Kosten oder Mehraufwand.

Digitalcourage nutzt freie Software

Auch wir bei Digitalcourage nutzen freie Software wo es nur geht. Von Linux auf den Arbeitsrechnern, kollaborativem Schreiben mit Etherpads bis zu Thunderbird als E-Mail-Programm.

Ein konkretes Beispiel: Für die Verwaltung von Kontakten und zum Versandt von Informationsmaterial nutzen wir CiviCRM von Software für Engagierte e.V..

Eine enge Zusammenarbeit erlaubt uns, die Software an unsere Bedürfnisse anzupassen. Das Engagement bei der Entwicklung von CiviCRM ermöglicht damit nicht nur uns, sondern auch vielen anderen Vereinen und Organisationen ein effizientes Koordinieren von Mitgliedern, Spender.innen und Kontakten.

Weiterführende Links:

Autor: Justus Holzberger Bild: Justus Holzberger CC BY SA 3.0


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Veröffentlicht am 22.07.2015

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