Im April 2017 haben wir dazu aufgerufen, bei einer Umfrage der EU mitzumachen. Die EU-Kommission hatte die Öffentlichkeit gefragt, was sie von der Einschränkung von Barzahlungen hält. Jetzt sind die Ergebnisse da. 86.88 % sagen, dass Barzahlen eine essentielle persönliche Freiheit ist.

Klares Nein zur Einschränkung von Bargeld

Die Ergebnisse der EU-Umfrage zu Bargeld sind eindeutig. Bürgerinnen und Bürger wollen ein anonymes Zahlungsmittel:

Mitgemacht haben etwas mehr als 30.000 Menschen. 94.94 % lehnen eine Einführung von Einschränkungen von Barzahlungen in der EU ab. 86.88 % begründen diese Ablehnung mit dem Argument, dass anonymes Zahlen in bar eine essentielle, persönliche Freiheit ist; 66.55 % sagen, dass Barzahlen praktisch ist.
73.52 % haben geantwortet, dass Bargeldeinschränkungen ungeeignet sind, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen: Kampf gegen Kriminalität, Terrorismus und Steuerhinterziehung. 73.50 % geben an, dass sie davon ausgehen, dass Bargeldeinschränkungen die Wirtschaft signifikant schwächen würden. 86.39 % sagen, dass Bargeldeinschränkungen ungeeignet sind, um die Finanzierung von Terror zu bekämpfen.
35.75 % aller Antworten kamen aus Frankreich, 37.14 % aus Deutschland. 93.38 % der Antworten haben Privatpersonen gegeben, 5.89 % kamen von Unternehmen.

EU-Kommission beantwortet unsere Fragen zur Umfrage erst verspätet (aktualisiert am 19.06.)

Bei unserem Aufruf an der Umfrage teilzunehmen, mussten wir vor dem Umfragebogen warnen, denn der Umfragebogen erlaubt es nicht konsequent die Meinung auszudrücken, dass Barzahlungen in keiner Weise eingeschränkt werden sollten. „Terrorfinanzierung“ ist der einzige unterstrichene Begriff im Umfragebogen. Der Umfragebogen ist voreingenommen. Darum haben wir am 29. Mai 2017 und am 14. Juni 2017 die angegebene E-Mailadresse (ECFIN-C5@ec.europa.eu) die unten folgenden Fragen geschickt. [Aktualisierung vom 19. Juni 2016:] Die EU-Kommission hat unsere Fragen am 15. Juni 2017 beantwortet:

  • Aus welchen Gründen geben einige Fragen nicht die Möglichkeit klar die Ablehnung von Einschränkungen von Barzahlungen auszudrücken?

    We believe that the possibility to reject the introduction of restriction to payments in cash at EU level was offered under the second question under views "Would you agree to the introduction of restrictions on payments in cash at EU level?". Further questions are then based on the assumption that restrictions are introduced and aim at collecting views on what these restrictions should then be. The do not provide the opportunity to voice again an opposition because this option was already provided and recorded, and its repetition would probably induce not replying on the assumed restriction.

  • Wie genau werden die Antworten „Das weiß ich nicht“ / „Dazu habe ich keine Meinung“ interpretiert?

    Don't know/no opinion is the indication that a respondent feels incapable of replying to the question or does not have any opinion on the matter.

  • Warum ist „Terrorfinanzierung“ der einzige unterstrichene Begriff im Umfragebogen?

    Terrorism financing was underlined just because the origin of the initiative is the Commission Communication on Terrorism Financing, and no other meaning ar consequence should be associated with this minor highlight.

  • Wie ist der Zeitplan für die Umfrage und weitere Schritte?

    The results of the survey have been published under https://ec.europa.eu/eusurvey/publication/CashPayments (see Statistics tab). They will be used for the Impact Assesment which is currently under preparation and should be published by mid 2018.

  • Wird es noch eine neutrale Umfrage geben, die EU-Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gibt, der Ablehnung von Einschränkungen von Bargeldzahlungen Ausdruck zu verleihen?

    Various questions in the survey related to approving or rejecting restrictions at EU level and the reasons related. We do not enquire about national restrictions or restrictions in abstract, as these fall outside our competence.

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Titelbild: reynermedia: Euro bills CC BY 2.0

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