Die Drogeriekette Müller ist BigBrotherAward-Preisträger des Jahres 2009 im Bereich Arbeitswelt, für die datenschutzwidrige Erhebung von Gesundheitsdaten ihrer Angestellten. Nun wurde dem Unternehmen in dieser Sache eine sechsstellige Geldstrafe auferlegt.

Bei den BigBrotherAwards ist es üblich, dass die Preisträger im Vorfeld der Verleihung informiert werden und bei der Gala die Möglichkeit erhalten, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Üblicherweise erscheinen die Firmen jedoch nicht, sondern entschuldigen sich - wenn überhaupt - mit Terminproblemen oder anderen Ausreden.

Drogeriekette Müller und das Borstenschwein

Gar nicht üblich war jedoch die Antwort, die die BigBrotherAward-Organisatoren 2009 von Erwin Müller erhielten und die im Wesentlichen nur aus einem Satz bestand: "Was schert es eine Eiche - wenn ein Borstenschwein sich an ihr schabt!"

Nun muss die Eiche jedoch für die Beschnüffelung ihrer Mitarbeiter und weiterer Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz eine Geldstrafe von 137.500 Euro berappen - vielleicht juckt sie das ja ein wenig mehr.

Merke Müller: Auch eine Eiche steht nicht über Gesetz und Moral.

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Veröffentlicht am 14.01.2010

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