Digitalcourage-Newsletter vom 2. März 2018

Digitalcourage-Newsletter zu unserer Verfassungsbeschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung, den BigBrotherAwards 2018 und Überwachung bei vernetzten Fahrzeugen.

sie werden kräftig, weitreichend und treffsicher, die BigBrotherAwards 2018 – zum ersten Mal im Stadttheater Bielefeld! Ein neuer Ort bringt neues Publikum und neue Möglichkeiten. Darauf freuen wir uns gemeinsam mit der Jury der BigBrotherAwards gewaltig. Allerdings kostet der Ortswechsel auch Energie: Wir müssen uns technisch und planerisch neu aufstellen und haben auch höhere Kosten. Wir sind sicher, dass sich jeder investierte Euro gegen Überwachung doppelt und dreifach auszahlen wird, aber jetzt müssen wir erst einmal die Kassen für die BigBrotherAwards 2018 füllen.

Termin vormerken und weitergeben:
BigBrotherAwards 2018
Freitag, 20. April 2018 ab 18:00 Uhr
im Bielefelder Stadttheater und im Internet
https://bigbrotherawards.de/stream

Mit erwartungsfrohen Grüßen Kerstin, Friedemann und das Team von Digitalcourage!

##1. Unsere Klage gegen Vorratsdatenspeicherung noch 2018 vor Gericht

Vor zwei Jahren haben wir sie eingereicht, dieses Jahr soll sie endlich behandelt werden: Unsere Verfassungsbeschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung. Das gab das Bundesverfassungsgericht in seiner Jahresvorausschau 2018 bekannt.
Der Prozess kann sich über mehrere Jahre ziehen, dennoch ist eine große Hürde genommen – denn das Gericht nimmt nicht jede Beschwerde an. Für uns ist klar: Auch die aktuelle Regelung ist nicht mit dem Grundgesetz und bisherigen Gerichtsurteilen vereinbar.

Schon 35.000 sind dabei – Ihr auch? Hier Verfassungsbeschwerde mitzeichnen:
https://digitalcourage.de/blog/2016/verfassungsbeschwerde-gegen-telefon-und-internetueberwachung-unterzeichnen

Mit Recht! Klage gegen Telefon- und Internetüberwachung eingereicht:
https://digitalcourage.de/blog/2016/klage-gg-vds-eingereicht

##2. Schutzranzen: Wir brauchen eure Hilfe!

Immer wenn wir mit Menschen über „Schutzranzen“ sprechen, bekommen wir die gleiche Reaktion von Eltern, Verbänden und Techies: „Nicht im Ernst?! Das ist sooo falsch!“. Aber die Stadt Ludwigsburg, der Automobilclub von Deutschland und die Coodriver GmbH wollen weiter Kinder tracken. Die Projektpartner ignorieren die Warnungen von Kinderschutzverbänden, des Kultusministeriums und anderen. Zu unseren Argumenten schweigen die Verantwortlichen einfach. Das ist Taktik der Autoindustrie; „Schutzranzen“-Chef Bobby Hildebrandt sagte im Spiegel: „Wenn sich alles wieder etwas beruhigt hat, machen wir weiter.“
Wir wollen dafür sorgen, dass genau das nicht passiert. Deshalb brauchen wir Hilfe:

Wenn sich „Schutzranzen“ durchsetzt, könnte in Zukunft die Vernetzung von Fahrzeugen auf der Überwachung von allen anderen Teilnehmer.innen in Straßenverkehr basieren. Den aktuellen Stand zu unserer Arbeit gegen das Kindertracking erklärt Friedemann Ebelt in seinem Vortrag „Schutzranzen“: Vernetztes Fahren auf Überwachungskurs: https://media.ccc.de/v/c4.openchaos.2018.02.schutzranzen

##3. Argumentationshilfen: Menschen brauchen Freiheit

Die Verdinglichung von Kindern, um GPS-Tracking für selbstfahrende Autos zu testen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch die Standortüberwachung durch Eltern schadet jungen Menschen. Unsere Arbeitsgruppe Pädagogik zeigt in ihrem ersten Blog-Beitrag, warum Überwachung nicht gut für Kinder ist – und was Eltern stattdessen tun können.

In der Kindeserziehung: Aufpassen statt überwachen!
https://digitalcourage.de/blog/2018/aufpassen-statt-ueberwachen

Wer Helikopter-Eltern und andere Menschen überzeugen will, die meinen, sie hätten „nichts zu verbergen“, bekommt auch hier zehn gute Argumente, warum das Unfug ist:

Moderner Mythos: Nichts zu verbergen?!
https://digitalcourage.de/nichts-zu-verbergen

##4. Neu im Shop: Laptophülle und RFID-Schutzhülle für Schlüssel

Wer Freude am Versteckspiel hat, hat sicher auch Freude an dieser Laptophülle, die den eigenen Rechner als Großbrief tarnt. Die Hülle ist fein gearbeitet, 15 Zoll (36 × 25 × 2 cm) groß und als Mauspad benutzbar:
https://shop.digitalcourage.de/kategorie/gadgets/laptophuelle.html

Technisch aufgerüstete Autodiebe brechen Fahrzeuge nicht mehr mit Drähten und Blechen auf, sondern kopieren zum Beispiel das Funksignal des Autoschlüssels. Davor schützt die RFID-Schutzhülle für Schlüssel. Steckt der Schlüssel drin, ist eine Funkverbindung nicht möglich. Nach Entnahme des Schlüssels aus dem Etui stehen sofort wieder alle Funktionen des Schlüssels zur Verfügung:
https://shop.digitalcourage.de/kategorie/stoprfid/rfid-schluesselschutzhuelle.html

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