Auch uns haben die Nachrichten über die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris mitgenommen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Angehörigen und Freund.innen.

Leider werden bereits die ersten Stimmen laut, die versuchen, die Anschläge für die eigene politische Agenda zu instrumentalisieren. Erste Forderungen werden gestellt, als Antwort auf die Bluttaten, die Überwachung der Bevölkerung weiter zu verschärfen. Trauer und Wut sind verständliche Emotionen. Aber sie dürfen nicht dazu missbraucht werden, eine eigene politische Agenda zu verfolgen.

Wer jetzt sofort Vorratsdatenspeicherung und noch mehr Überwachung fordert, ist nicht nur pietätlos, sondern bringt uns und viele andere in eine schwierige Lage. Denn wir wollen das Leid der Opfer und Angehörigen nicht zum Aufhänger einer solchen Diskussion nehmen. An unserer klaren Position gegen Überwachung hat sich nichts verändert und wir dürfen diese gefährlichen Forderungen nicht unwidersprochen stehen lassen.

Was also tun? Wir verzichten zur Stunde auf Argumente und Diskussionen und teilen ausschließlich mit:

Wir finden die reflexhaften Forderungen nach mehr Kontrolle und Überwachung unangemessen

Darum beschränken wir uns auf diese Zeilen.

Digitalcourage e.V.

Aktualisierung am 17. November 2015: Unsere Freund.innen von La Quadrature du Net haben Worte gefunden, denen wir uns gern anschließen möchten. Darum haben wir ihren Artikel ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht.

Weiterführende Links

Text: Digitalcourage e.V. Bild: Moyan Brenn CC BY 3.0
und
Jean Jullien Nutzung erlaubt
Collage: padeluun, CC BY SA 4.0

Veröffentlicht am 16.11.2015

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