Nextcloud-Hosting: Alternativen zu Google & Co.

Derzeit wechseln viele Unternehmen ins Homeoffice. Und auch Privatpersonen nutzen zunehmend Online-Dienste, um vernetzt zu bleiben. Dazu greifen viele auf Tools der großen Datenkraken zurück. Unsere Bitte: Tun Sie das auch jetzt nicht. Dienste wie Dropbox, OneDrive oder Google Docs erscheinen bequem, müssen aber in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit als problematisch eingestuft werden.

Unsere Cloud-Empfehlung

Die bessere Alternative zu Diensten der Datenkraken ist die Nutzung einer eigenen Cloud. Dabei empfehlen wir zum Beispiel die Open-Source-Software Nextcloud. Nextcloud bietet neben dem Dateienaustausch auch viele andere Funktionen wie Kalender und Chat. Außerdem kann Nextcloud durch Plugins erweitert werden, z. B. um ein Kanban zur Aufgabenplanung oder ein einfaches Pad zum gemeinsamen Verfassen von Texten.

Am besten ist es, diese Software auf einem eigenen Server zu installieren. Das ist allerdings mit Aufwänden verbunden. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Hosting-Providern, die gebrauchsfertige Installationen von Nextcloud anbieten. Um Ihnen den Ein- oder Umstieg zu Diensten wie Nextcloud zu erleichtern, haben wir einige Anbieter zu Sicherheit und Datenschutz befragt. (Stand 30.3.2020 - bitte informieren Sie sich selbst über eventuelle Aktualisierungen bei den Providern. Und falls es Neues gibt, freuen wir uns über einen Hinweis: mail@digitalcourage.de.)

Hier sind die Antworten auf unsere Umfrage unter den Providern mit Serverstandort in Deutschland:

Übersicht Nextcloud-Provider

Die Übersicht haben wir in einer großen Tabelle zusammengestellt, die auf dieser Seite leider nicht gut darstellbar ist, vor allem auf kleinen Bildschirmen. Deshalb zeigen wir hier die Tabelle als Bild (Screenshot). Wenn Sie auf das Bild klicken, gelangen Sie zu einer Unterseite, auf der die Tabelle als Text zu finden ist.

Übersicht Nextcloud-Provider (Screenshot der Tabelle

Ihr Anbieter fehlt in der Tabelle? Wir ergänzen gern! Info an mail@digitalcourage.de.

Da die Eintragungen auf einer Selbstauskunft der Anbieter basieren, können wir keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben geben. Für alle Dienste im Netz gilt: Sehen Sie sich die Datenschutzrichtlinien genau an und fragen Sie kritisch, womit die Anbieter ihr Geld verdienen und mit welchen Unternehmen und Behörden sie zusammenarbeiten. Allerdings bieten auch gute Datenschutzrichtlinien keine Garantie für Datenschutz und Datensicherheit. Arbeiten sie darum so datensparsam wie möglich und ziehen Sie gerne unsere Kriterien für Cloudspeicher heran: Die Kriterien für einen guten Cloudspeicher benennen wir in unserem Blogartikel „Datenschutzfreundliche Cloudspeicherdienste im Vergleichstest“.

Weitere Tipps

Zusätzlich verweisen wir im Rahmen der digitalen Selbstverteidigung auch auf weitere Alternativen zu Dropbox und Cloud neben Nextcloud und weitere Anbieter mit Serverstandorten außerhalb von Deutschland. Wer den Datenschutzrichtlinien und der technischen Funktionsweise nicht vertrauen möchte, findet hier ebenfalls hilfreiche Tipps und Anregungen, um die IT selbst in die Hand zu nehmen.

Vorsicht: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, auch nicht durch unsere Empfehlungen. Programme können unentdeckte Fehler haben und Datenschnüffeltechniken entwickeln sich weiter. Bleiben Sie wachsam! Sollten Sie Fehler finden, Ergänzungen haben oder Empfehlungen bei Ihnen nicht funktionieren, sind wir dankbar für Ihre Hinweise. Allerdings können wir Ihnen nicht versprechen, dass wir individuelle Probleme lösen oder weitere Produkte testen können.

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Datum: 30.03.2020

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