Edward Snowden

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Der Begriff Privatsphäre […] ist in gewisser Weise ebenfalls inhaltsleer, weil er sowohl undefinierbar als auch überdefinierbar ist. Wir alle haben unsere eigene Vorstellung davon. Privatsphäre hat für jeden Menschen eine Bedeutung.
Weil es keine allgemeingültige Definition dafür gibt, glauben die Bürger pluralistischer, technisch hochentwickelter Demokratien, sie müssten ihr Bedürfnis nach Privatsphäre rechtfertigen und es als ein Recht formulieren. Aber genau das müssen Bürger in Demokratien nicht. Stattdessen hat der Staat die Pflicht, sich zu rechtfertigen, sobald er die Privatsphäre seiner Bürger verletzt. Wenn wir darauf verzichten, Privatsphäre zu beanspruchen, treten wir diesen Anspruch de facto ab: entweder an einen Staat, der seine verfassungsmäßigen Grenzen überschreitet, oder an die Privatwirtschaft.

– Edward Snowden, Permanent Record, S. 264

Edward Snowden

Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hat gemeinsam mit dem Guardian und der Washington Post das weltweite Spionagenetzwerk von Geheimdiensten (insbesondere der amerikanischen NSA und des britischen GCHQ) enthüllt. Dabei kam auch der massive Einsatz von Staatstrojanern zum gezielten Ausspionieren einzelner Personen oder von Personengruppen ans Licht. Snowden veröffentlichte unter anderem Informationen über das Schadprogramm QWERTY, dass große Ähnlichkeit aufweist, mit der Schadsoftware Regin, die 2014 unter anderem im deutschen Bundeskanzleramt gefunden wurde. Auch diese Trojaner nutzten Sicherheitslücken aus.

Im Shop erhältlich:

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Artikel

Netzbetreiber AT&T half NSA bei Spionage

Aus Dokumenten, die Edward Snowden an die Öffentlichkeit gebracht hat, geht hervor, dass der US-Netzbetreiber AT&T im großen Stil der NSA-Spionage zugearbeitet hat – über das gesetzlich Erzwungene hinaus.

Veröffentlicht am 17.08.2015

Snowden hat weiterhin Interesse an Asyl in Deutschland!

Edward Snowden hat weiterhin Interesse an einem Asyl in Deutschland bekundet. Er dementierte Berichte, die behaupten er verzichte auf einen Asylantrag in Deutschland. Digitalcourage macht seit April 2014 mit einer Aufkleber-Aktion auf das Asylgesuch aufmerksam.

Veröffentlicht am 14.11.2014

Bielefeld bietet Edward Snowden viele Betten an

Bundesweit wurde in vielen Städten mobilisiert: Wenn die Regierung Edward Snowden kein Asyl und sicheren Aufenthalt anbietet, dann nehmen das wir Bürgerinnen und Bürger selbst in die Hand.

Veröffentlicht am 05.06.2014

Wir sagen: Willkommen, Edward Snowden!

Gemeinsame Pressemitteilung von Campact, Whistleblower-Netzwerk und Digitalcourage vom 18. November 2013
Deutschlands Politiker zu feige für Whistleblower-Schutz?

Veröffentlicht am 18.11.2013

Snowden: Ein Jahr Gerangel um Asyl

Heute endet das zunächst auf ein Jahr begrenzte Asyl von Edward Snowden in Russland. Ein Grund, noch mal genauer hinzusehen, weshalb Edward Snowden dringend Asyl in Deutschland braucht.

Veröffentlicht am 31.07.2014
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2014 haben wir zum ersten Mal einen Positivpreis verliehen. Der „Julia-und-Winston-Award“ wurde benannt nach den „rebellischen“ Hauptcharakteren aus George Orwells dystopischem Roman „1984“, aus dem auch der „Große Bruder“ stammt. Der Award soll Personen auszeichnen, die sich in besonderem Maße gegen Überwachung und Datensammelwut eingesetzt haben. Der Preis ist auf eine Million dotiert – allerdings nicht eine Million Euro.

Edward Snowden erhält Julia-und-Winston-Award

Laudatio für den ersten Julia-und-Winston-Award von Heribert Prantl.

Aktionen

Eine Million Aufkleber für Snowden

Mit einer Million Aufkleber fordern wir Asyl für Edward Snowden – Schließen Sie sich an!

Im Digitalcourage Shop können Sie sich der Forderung nach Asyl für Snowden anschließen und die Aufkleber kostenlos bestellen. Bringen Sie die Aufkleber zahlreich und gut sichtbar an. Fotografieren, twittern, bloggen oder veröffentlichen Sie sie auf anderen Plattformen mit dem Hashtag #Snowden sowie dem Bestelllink https://digitalcourage.de/snowden, um unsere Forderung auch online zu verbreiten!

Bundesweite Aktion: Wir bieten Edward Snowden ein Bett in Deutschland

Bereits seit einigen Tagen läuft unsere Aktion „Ein Bett für Snowden“. Über 40.000 Menschen haben Edward Snowden ganz konkret schon eine Unterkunft angeboten. Heute bereiten verschiedene Aktionen in ganz Deutschland ein Bett für den Whistleblower.

Veröffentlicht am 04.06.2014

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33602 Bielefeld

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